lustiger Liebesroman Küss mich nochmal

Küss mich noch mal, Teufel!

 

Veröffentlichungstermin: 25. Februar 2021

Auflage: 1

Selfpublishing: Print: BoD Verlag/ Ebook: BoD Verlag

 

434 Seiten / Euro: 12.99.- / 4.99.-

Luzia ist die Gelassenheit in Person, denn sie befindet sich auf dem besten Weg zur spirituellen Erleuchtung. Sie ernährt sich vegan, trinkt weder Kaffee noch Alkohol und verbannt jeden negativen Gedanken aus ihrem Kopf.  

Doch dann gerät ihr meditativer Seelenfrieden aus den Fugen. Zuerst steht ihre Mutter plötzlich mit gepackten Koffern vor ihrer Tür und dann erwischt sie ihren schwulen Freund Emilio mit einer Frau im Bett. Kurz darauf tritt ihr einstiger Schulkollege Ian wieder in ihr Leben und ihr Glaube an das Gute wird auf eine harte Probe gestellt. 

Luzia erblickt in Ian den personifizierten Teufel, gegen den nicht einmal Räucherstäbchen und Heilsteine etwas ausrichten können! Und leider ist der Teufel noch immer so attraktiv wie früher … 

Aber Luzia ist nicht mehr dieselbe wie damals. Sie ist entschlossen, den Kampf gegen das Böse aufzunehmen – und wenn es sein muss, auch mit den Mitteln ihres Gegners …

Leseprobe aus „Küss mich nochmal, Teufel!“

 

»Hat sie einen Schlaganfall? Ich glaube, sie hat einen Schlaganfall«, hörte ich jemanden sagen. Das musste Sienna sein. 

»Sie hat keinen Schlaganfall!« Das war eindeutig Kim. 

»Woher willst du das wissen? Bist du neuerdings Ärztin?« Sienna. 

»Ich glaube nicht, dass sie einen Schlaganfall hat. Ich denke, es ist einfach ein Schwächeanfall.« Das war er. Unverkennbar. Und ich hatte gedacht, ich würde diese Stimme nie wieder in meinem Leben hören. 

»Das ist ja auch nur allzu verständlich.« Wieder Kim. »Wegen des Jobs?« Er. (Moment! Woher wusste er davon?) 

»Auch. Aber eher wegen der anderen Sache.« Bert. »Welche andere Sache?« Er.
»Emilio, ihr Freund und Starfrisör, meinte, er müsse allen Frauen unter vierzig nicht nur eine schicke Frisur, sondern auch einen Bomben-Orgasmus verpass... Aua, das tat weh!« Bert. Oh Gott! Sprachen sie gerade über mein Liebesleben??? »Das ist ja entsetzlich.« Er. (Als wäre er besser.) »Nun, am schrecklichsten ist, dass wir alle keinen Frisör mehr haben.«
»Sienna!« Ich glaube, das waren Bert und Kim zusammen.
»Ich meinte ja nur, dass sie froh sein soll, dass sie ihn los ist.«
Ich musste etwas tun. SOFORT! Zumindest meine Augen öffnen, damit sie aufhörten, so schamlos über mich zu reden. Schließlich schaffte ich es, mit Müh und Not zu blinzeln. »Ich denke doch, dass sie einen Schlaganfall hat.« Ein neuer Versuch von Sienna. 

»Lasst uns doch Dr. Google fragen.« Bert.
»Es wäre besser, wir würden einen Arzt rufen.« Kim. »Ich denke, sie ist einfach verwirrt.« Er.
Er war es tatsächlich und wahrhaftig. Hatte ich wirklich geglaubt, ich hätte das Schlimmste schon überstanden? »Warum sollte sie verwirrt sein?« Bert.
»Vielleicht ... von der Sonne?« Er. Als hätte er keine Ahnung! Aber so war er eben. Ein Lügner.
Aber Moment! Warum dachten sie alle, ich wäre krank? Da spürte ich etwas Kaltes in meinem Rücken. Eiscreme? Eisgekühlter Caipirinha? Nein, es war der Erdboden!
Jetzt war mir auch klar, warum sie dachten, ich hätte einen Schlaganfall. Ich hörte ein Brabbeln, ein Stottern. Und es kam von mir! Schlagartig schlug ich meine Au- gen auf und starrte in vier besorgte Gesichter. 

»Ich wette, solch eine Wirkung hast du noch nie auf eine Frau gehabt?«, fragte Sienna zuckersüß und blickte dabei zu dem Mann ihrer Träume. Dieser registrierte ihre Frage gar nicht, weil er allzu sehr damit beschäftigt war, mir auf die Beine zu helfen. Was?! 

»Fass mich nicht an!«, zischte ich durch meine Zähne. 

War ich das etwa? 

Er schnellte zurück, als hätte er sich verbrannt. 

Nun war es an Bert und Kim, mich zu retten. Bert griff unter meine Arme und hievte mich wie einen Kleinwa- gen in die Höhe. Dann kam ihm Kim in die Quere. Sie legte ihre Hand auf seinen Arm und hinderte ihn daran, weiterzumachen. Ich lag also wieder am Boden. 

»Wir sollten sie besser liegen lassen und ihre Füße hochlagern. Damit ihr Hirn besser durchblutet ist.« Kim. 

»Vielleicht hast du recht.« Bert. 

»Das ist aber ganz schlecht bei einem Schlaganfall.« Sienna. 

»Sie hat keinen Schlaganfall.« Er. 

Wie kam ich da nur wieder raus? Ich überlegte fieberhaft: Was waren meine Möglichkeiten? 

1. Ich könnte den Herrgott um ein Wunder anflehen: Wie wäre es, wenn eine andere anwesende Person einen Schlaganfall erlitt? Er zum Beispiel. (Universum, verzeih mir, aber es ist ein Notfall!) Das könnte klappen. Wahr- scheinlich war es aber nicht. 

2. Ich könnte einfach aufstehen und ganz ladylike so tun, als hätte ich mir nur den Schuh gerichtet. Ich würde ihm die Hand schütteln, lächeln und sagen: Schön dich kennenzulernen. Würg! Nein, das könnte ich nicht. 

3. Ich würde hier liegen bleiben und mich totstellen, bis der Notarzt käme und feststellen würde, dass ich keinen Schlaganfall hätte, sondern nur scheintot war. 

Verdammt, ich hätte doch den dunklen Azur nehmen sollen! Der hielt alles Böse fern. Zu spät! Zu spät! Es war alles zu spät!