Humorvoller Liebesroman

Schlaf weiter, Liebling!

 

Veröffentlichungstermin: 7. März 2021, Auflage: 2

Selfpublishing: Print: BoD Verlag/ Ebook: Amazon

 

418 Seiten / Euro: 12.99.- / 3.99.-

In Linns Leben läuft es rund: Sie ist frischgebackene Hausbesitzerin und so gut wie verlobt. Dass ihr Angebeteter Adam bereits gebunden ist und die erträumte Villa sich als bessere Gartenhütte entpuppt, blendet sie heldenhaft aus. So, wie auch alles andere Unangenehme in ihrem Leben, denn Linns Lebens- und Liebesmotto ist: Wenn man ein Problem nur lange genug ignoriert, löst es sich irgendwann in Luft auf. 

Dass sie trotz ihrer rosaroten Einstellung nachts kein Auge zubekommt, versteht sie nun wirklich nicht. Als ihr Bruder sie um einen Gefallen bittet, willigt Linn ahnungslos ein … und holt sich mit dem unverschämten Connor das nächste Problem ins Haus. Bis sie ihre rosarote Brille ablegt …

Leseprobe aus „Schlaf weiter, Liebling!“

 

„Wenn ich nicht durch die Gegend starrte und Britt nicht ihre innenarchitektonischen Vorlieben zum Ausdruck brachte, legten wir Tarot-Karten. Ich war richtig verrückt danach. Ich war nämlich davon überzeugt, dass sich durch das Legen der Karten meine Zukunft beeinflussen ließe. Und so drängte ich Britt jedes Mal aufs Neue, die Karten zu legen.

»Also noch einmal!«, rief ich eifrig. In diesen Momenten wurde meine Trauer von einer Art Wahn abgelöst.

»Aber Linn, ich hab sie dir doch gerade erst gelegt.«

»Aber die waren nicht gut!«, sagte ich zornig.

»Dann werden die nächsten auch nicht besser sein. Du weißt ja, die Karten spiegeln nur dein Inneres wieder.«

»Dann werde ich mich eben jetzt mehr konzentrieren.«

»Das hat doch nichts mit Konzentration zu tun.«

»Nun mach schon!«

»Also gut.«

Wir einigten uns darauf, welch Überraschung, das Beziehungsdreieck zu legen. Dabei wurden die gezogenen Karten auf zwei Ebenen aufgelegt. Die eine Ebene stand für mich, die andere für den Partner, also Adam.

Dann deckte Britt eine Karte nach der anderen auf. Mit einigem Desinteresse, wie mein gekränktes Auge feststellte.

»Also, zuerst du«, fing sie an. Ich brauchte nicht Nosferatu zu sein, um zu wissen, dass meine Karten nichts Gutes bedeuteten. „Sie waren alle schwarz.“

„Der Tod. Etwas ist zu Ende. Du gehst durch einen schwarzen Tunnel, aber schon in nächster Zukunft wird etwas dein Leben unerwartet verändern. Positiv oder negativ, weiß man nicht. Das ist der Turm«, sagte sie so, als würde sie die Wettervorhersage lesen.“

„Und nun zu ihm!«, forderte ich sie auf.

Sie stieß einen hörbaren Seufzer aus und legte los: Seine Karten sprühten geradezu von rosa-rotem-goldigem-gelb. Ich verfluchte sie. Sie sollten noch schwärzer sein als meine, falls dies überhaupt möglich war.

»Er ist in einer Phase tiefen Glücks. Doch etwas Unerwartetes wird in sein Leben treten. Das ist der Turm«, wiederholte sie monoton.

Das warme Gefühl der Hoffnung bereitete sich in mir aus und ich rief erfreut: »Das bedeutet, unsere Wege werden sich wieder kreuzen!«

»Das habe ich nicht gesagt!«

»Aber wir haben beide am Ende den Turm.«

»Das bedeutet lediglich, dass in euer beider Leben eine Änderung stattfinden wird. Sonst gar nichts.«

Aber mir sagte das natürlich alles. Für eine gewisse Zeit schwelgte ich in dem positiven Gefühl des Vertrauens in die Zukunft. Aber nach ein paar Stunden ließ auch die narkotisierende Wirkung der Karten wieder nach und ich fühlte mich mieser als zuvor. Ich hatte dem Gefühl der Hoffnung kurz Einlass gewährt in mein tristes Inneres. Das war ein Fehler gewesen. Denn das Einzige, was es nun zurückließ, waren Spuren der Verzweiflung und Trauer.